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Mittwoch, 23. März 2016

km 24905 1 Jahr DFxl #3

Heute vor einem Jahr habe ich in Nijmegen mein DFxl bei Daniel abgeholt.
Jetzt hat es fast 25.000 km mit mir erfahren.
Zeit für einen kleines Fazit.






Das DFxl hat sich als sehr zuverlässiges Pendlergefährt bewiesen, auch auf Reisen mit Campinggepäck hat es seine Stärken gezeigt.

Im Vergleich zu meinem C-Quest # 534  hat das DFxl #3 folgende Vor- bzw. Nachteile:

+ definitiv schneller, im Jahresdurchschnitt ca. 2,7 km/h
+ agiler
+ kurvenhungeriger
+ wendiger
+ leichter
+ die Haube ist die Beste die ich kenne
+ die Belüftung ist besser
+ die Wartungsfreundlichkeit ist besser (Wartungsklappen und offene Radkästen)
+ der Antrieb ist viel steifer
+ sehr bequeme Sitzschale, fahre ich ohne Sitzmatte

- Es lassen sich keine voluminösen Reifen nutzen, daher bei Kopfsteinpflaster weniger Komfort
- Dicke Stollenreifen als Winterbereifung ist auch nicht möglich.
- Etwas geringere Bodenfreiheit
- Dadurch das man beim einsteigen auf den Sitz tritt, bekommt man im Winter bei Pappschnee
   leicht einen nassen Po
- die verbauten Spiegel sind von schlechterer Qualität.
   Die optischen Eigenschaften sind schlechter, die Verschraubung fing nach wenigen Wochen an zu rosten.

An meinem DFxl waren die geklebten Gewinde an den Wartungsöffnungen ungenügend verklebt. Alle hatten sich mit der Zeit gelöst und mussten von mir neu geklebt werden. Das war aber nur eine Kleinigkeit. Ansonsten ist die Verarbeitung auf einem sehr hohem Niveau.
Meine Felgen zeigten nach ein paar 1000 Kilometern Risse. Die Felgen wurden von Intercitybikes getauscht.
Einmal ist mir ein Schaltzug gerissen und im Anschluss beim Anfahren am Berg mit 70/15 die Kette. Dies war der einzige Ausfall bei fast 25.000 km.

Mein DFxl ist für mich das ultimative Pendler- und Reisevelomobil und ich erfreue mich jeden Tag aufs neue daran.


Donnerstag, 9. Juli 2015

km 7148 Tour de Normandie Tag 5

Es war eine Gute Entscheidung, B&B zu nutzen. Ich habe in dem Bett sehr gut geschlafen und dem Rücken hat es gut getan. Es sind ein paar dicke Wolken am Himmel, aber es zeigt sich ein schöner Sonnenaufgang.
Das packen geht diesmal sehr schnell, da Zelt und Isomatte etc. alles noch im Velomobil verstaut war.
Um halb acht sind wir wieder unterwegs. Erst geht es eine ganze Zeit am Kanal "Damsche Vaart" entlang, wir queren die Grenze zu den Niederlanden und erreichen wir Sluis.
Hier drehen wir nach Norden ab und über kleine Straßen und schmale Wege geht es wieder zur Küste. Nach 20 km erreichen wir Cadzand-Bad. Hier finden wir dann auch einen Bäcker und einen Supermarkt. Zeit zum frühstücken.
Jetzt ist es auch spät genug, um unsere Übernachtung für heute fest zu machen. Am Morgen hatte ich mir schon eine Telefonliste mit möglichen Gastgebern in Breda erstellt. Direkt bei der ersten gewählten Nummer haben wir Glück. Kitty und Henk in Breda  haben für uns eine Übernachtungsmöglichkeit.
Nach dem die Übernachtung klar ist und wir uns mit Kakao und lecker Brötchen gestärkt haben, geht es dann entlang der Küste mit zum Teil tollen Aussichten auf die Nordsee. Uns trifft ein starker Schauer und die Wolken sehen zum Teil sehr bedrohlich aus. Auch eine größere Windhose können wir in unserer Fahrtrichtung beobachten. Die Fähre von Breskens nach Vlissingen verpassen wir knapp, da wir fälschlicher weise erst mal in den Ausfahrtbereich fahren und dort vor verschlossenen Gittern stehen. Also aussteigen, wenden und zurück zum Einfahrtterminal. Das Ticket kostet 4 Euro pro Velomobil.
In der Wartehalle führen wir interessante Gespräche mit anderen Radreisenden und einem M5 Liegeradler aus Frankreich. So geht die halbe Stunde Wartezeit schnell vorbei. auch das Wetter hat sich in dieser Zeit deutlich gebessert und es wird zunehmend sonniger. von Vlissingen geht es jetzt die Küste entlang nach Zoutelande und von dort nach Domburg. Schön sind die Radwege direkt am Wasser, die Waldwege nach Zoutelande bzw. nach Breezand lassen sich mit dem Velomobil zwar gut fahren, kosten aber Zeit.
Der starke Wind lockt auch viele Kitesurfer aufs Wasser, so das wir so manchen bunten Himmel bewundern können.
Nach 80 km fahren wir über den Deltapark Neeltje Jans und kommen schon bald nach Westerschouwen. Es ist sehr beeindruckend, was die Niederländer hier zum Schutz ihrer Heimat geschaffen haben. Hier in Zeeland fahren wir auf fantastischen Radwegen. Wir folgen der N57 ein Stück und bald sind wir an Ouddorp vorbei. Das Grevelingenmeer liegt zu unseren rechten. Nach Battennoord geht es entlang der N257 über weitere Sperrwerke nach Sint Philipsland. Wir verlassen Zeeland und kommen nach Noord-Brabant. Auch hier geht es überwiegend über Wirtschaftwege, schmale Landstraßen  und breite Radwege fern vom starken Autoverkehr über Dinteloord entlang der Dinkel und der Mark nach Zwartenberg. Schon bald erreichen wir die Vororte von Breda und um 19 Uhr. Fröhlich winkend werden wir von Henk empfangen. Kitty und Henk sind sehr herzliche Gastgeber. Sie zeigen uns das Tuinhaus, in dem wir für diese Nacht zu Gast sein dürfen. Henk versorgt uns noch mit Bier, zum Abendessen gehen haben wir keine Zeit und Lust. Frank hat seltsame Geräusche an seinem rechten Vorderrad vom Quest und will den Abend zum Schrauben nutzen. So bleibt es bei ein paar Keksen und Nüssen, die wir mit Bier runter spülen.
Die Ursache der Geräusche ist schnell gefunden. Es ist eine Speiche gebrochen! Oder 2, nein da ist noch eine gebrochen, und noch eine und noch eine.... Insgesamt sind 9 Speichen gebrochen. Alle 9 Speichen auf der Innenseite, welche in Fahrtrichtung zeigen. Ein Wunder, dass das Rad noch rund lief. Da ich schon häufiger Speichen beim Quest getauscht habe, zeige ich Frank wie dies geht, ohne das Rad ausbauen zu müssen. Da Frank nur 6 passende Speichen als Ersatz dabei hat, werfen diese 6 gleichmäßig verteilt eingefädelt. Jetzt noch die Speichen spannen und das Rad zentrieren. Dann ist es auch schon Zeit zu duschen und ins Bett zu gehen.


Schöne Wege am Kanal entlang



Abseits vom Verkehr....

.... dafür nicht immer mit fester Oberfläche
wenn man genau schaut, erkennt man die Windhose rechts im Bild

...mit Blick auf Meer

... unter dunklen Wolken


Schauer und Sonne wechseln sich ab


Fähre nach Vlissingen



Vlissingen

Deltasperrwerk

tolle Radwege

unsere Velomobile sehen aus wie Spielzeugautos

Am Deltasperrwerk

Tour de France "Siegerehrung" (Ziel der Tour am 5. Juli)

Tour de France "Siegerehrung"


Massen von Kitesurfern 

Bildunterschrift hinzufügen

Bei Kitty und Henk in Breda


Mittwoch, 8. Juli 2015

km 6947 Tour de Normandie Tag 4

Es ist windig und es fängt leicht an zu regnen. Beim beladen des Velomobils trifft mich dann ein Hexenschuß. Schnell nehme ich Diclofenac hoch dosiert und hoffe das der Hexenschuß nicht schlimmer wird. Immer schön in Bewegung bleiben und hoffen das der Rücken nicht verkrampft.
Mit Mühe packe ich das Zelt und die restlichen Sachen. Um kurz nach / Uhr sind wir unterwegs. Der Einstieg ins DFxl war noch mal ein kleiner Akt, das fahren klappt aber erstaunlich gut.
Auf den ersten 20 km kommen noch mal ein paar kräftige Anstiege, danach bleibt es aber flach. Ich berate mit Frank, ob es nicht besser sein wird, mit dem Hexenschuß auf weiteres Zelten zu verzichten und auf B&B umzusteigen. Wir Beschließen nicht wie geplant in De Haan zu campen, sonder bis Brügge oder Damme zu fahren und uns dort um eine Unterkunft zu kümmern.
Es geht durch das Hafengebiet von Calais und am Ortsende finden wir einen offenen Supermarkt. Wir kaufen fürs Frühstück ein, fahren aber weiter bis wir eine überdachte Bushaltestelle finden, da immer noch ein kühler Wind weht und es leicht regnet und ich den Rücken warm halten möchte. In Bray Dunes fahren wir noch mal zum Strand, es regnet nicht mehr, besonders einladend wirkt es aber nicht. Wir fahren nach kurzem Stopp weiter und verlassen Frankreich. In Belgien folgen wir der "Kusttram", der mit 68 km und 69 Haltestellen, längsten Straßenbahnlinie der Welt. Die Küstenlinie von Belgien gefällt uns aber beiden nicht. Hochhaus an Hochhaus reiht sich entlang der Küste. In De Haan machen wir dann noch mal Pause und füllen den Kalorienspeicher mit Hilfe von Spagetti Bolognese. Hinter De Haan biegen wir dann in Landesinnere ab und besuchen das schöne Brügge. Auf dem Marktplatz, werden unsere Velomobile bestaunt, fotografiert und befummelt. Nach wenigen Minuten wird mir das alles zuviel und wir brechen auf nach Damme (Belgien). Frank wohnt in Damme (Niedersachsen) und wollte die Partnerstadt gleichen Namens gerne besuchen. Hier versuchen wir dann eine preiswerte Unterkunft bei einem Mitglied von "Vrienden op de fiets" zu bekommen, was uns  aber trotz Unterstützung von der netten Dame im Touristikbüro nicht gelingt. So greifen wir auf eine etwas teurere Unterkunft direkt am Marktplatz von Damme zu. Nachdem wir unsere Trikot gewaschen haben, frisch geduscht sind, erkunden wir zu Fuß Damme und trinken in einer Bar noch ein kühles Bier.
Am Anfang sind noch ein paar Höhenmeter zu bewältigen

... fast oben!

Calais

"Frühstücksraum"

Bray Dunes

Wir erreichen wieder Vlandern

Koksijde

Koksijde


Brüggge





Marktplatz Brügge




Damme in Belgien

Marktplatz von Damme

Trikots frisch gewaschen!

Unser Nachtlager

Dienstag, 7. Juli 2015

km 6773 Tour de Normandie Tag 3

Heute stehen 150 km auf dem Tagesplan. Damit wir genügend Zeit haben, brechen wir wie gewohnt früh auf. Bereits 6:45 sind wir wieder auf Tour. Bereits nach 1,2 Kilometern geht es sehr steil bergauf. Mit über 12% Steigung. Mit knapp über 4 km/h wuchte ich das DFxl mit 44/36er Übersetzung den Hügel hinauf. Frank ist hinter mir. Oben angekommen, sehe ich Frank sein Quest schieben. Noch denke ich mir nichts dabei. Als Frank oben angekommen ist dann die schlechte Nachricht. Die Kettenrolle ist am Berg zerplatzt!
Frank hatte eine Ersatzrolle zu Hause noch in der Hand, aber leider nicht mit ins Reisegepäck getan. Schließlich war die verbaute Rolle noch recht neu. Ein Fataler Fehler!. Was tun? Ist die Tour hier zu Ende? Ich erinnerte mich an meine Reiseplanung, dass im nächsten Ort "Le Tréport" ein großes Einkaufszentrum sein soll. Bis dorthin sind es etwas über 8 Kilometer. Mal schiebt Frank sein Quest, mal ziehe ich das Quest mit meinem DF. Irgendwie erreichen wir das Einkaufszentrum. Leider hat es noch geschlossen, also heißt es erst mal warten. Einen Baumarkt finden wir nicht, aber einen riesigen Supermarkt, ein Intersport und eine Autowerkstatt.
Um 8:45 öffnet das Einkaufszentrum.Unsere Wahl zur Ersatzteilversorgung fällt auf ein Skateboard mit breiten Gummirädern. Damit gehen wir zur Autowerkstatt und versuchen den Mechanikern klar zu machen, ob wir von Ihnen Werkzeug und Schraubstock ausleihen können. Mit Zeichensprache und Englisch klappt es ganz gut. Schraubstock, Säge und weiteres Werkzeug stehen zu unserer freien Verfügung.
Aus einer Skateboardrolle schnitzen wir gemeinsam eine Kettenrolle. Eine kurze Probefahrt auf dem Parkplatz stimmt uns zuversichtlich, dass die modifizierte Skateboardrolle die kaputte Kettenrolle ersetzen kann. Da die Rolle wesentlich weicher ist als die Kettenrolle, und wir gerade das Werkzeug zur Verfügung haben, schnitzen wir mit der Säge noch zwei weitere Ersatzrollen. Die vierte lassen wir noch im Original, falls die Modifikation eventuell doch etwas anders aussehen muss. Um 10:45 geht es dann mit drei Stunden Verspätung auf die dritte Etappe. Gleich zu Beginn geht es wieder mit über 8% bergauf. Die neue Kettenrolle hält. Heute ist es sehr windig und kühl.
In Cayeux-sur-Mer machen wir noch mal am Strand Pause. Eine Kontrolle der Kettenrolle stimmt uns optimistisch.  Bisher sieht man noch keinen deutlichen Verschleiß und die meisten Höhenmeter sind geschafft. In Le Crotoy verlassen wir die Küste und fahren ein Stück ins Landesinnere. Ab 15 Uhr wird es dann auch wieder zunehmend sonniger und wärmer. Die Strandpromenade Le Portel erreichen wir um 17 Uhr bei schönstem Sonnenschein. Den Campingplatz in Audresselles erreichen wir um 18:10 Uhr.

Sonnenaufgang in Criel sur mer

Der erste steile Anstieg

Frank schiebt den Rest,.... weitere Info im Text

Schnitzen der neuen Kettenrolle

.... Ersatzrollen schnitzen

... das rudimentäre Skateboard wird entsorgt

Um 11 Uhr sind wir wieder auf Tour


Die ärgsten Steigungen liegen jetzt hinter uns.

Cayeux-sur-Mer

Strandhütten


Saint Valery sur Somme




in Ètaples


Noch mal ein paar Hügel vor Bouloge sur Mer


Le Portel