Samstag, 2. September 2017

km 52556 Spätsommertour Tag 3

Im Schaalseehof gibt es leider erst ab kurz vor 8 Uhr ein Frühstück. Dafür werden wir allerdings mit einem opulenten Frühstück belohnt.
Für uns relativ spät, geht es erst um 8:40 Uhr auf Strecke. Auf kleinen Nebenstraßen geht es durch Mustin zur Bundesstraße 208. Der Verkehr ist gering und so lässt es sich gut rollen. Nach 9 Kilometern überfahren wir die ehemalige Zonengrenze und erreichen Mecklenburg-Vorpommern. Die Straßen sind zum Teil regennass, wir fahren aber im trockenen. Je näher wir der Ostsee kommen, um so besser wird das Wetter. In Gadebusch machen wir einen kurzen Halt, damit Peter sein Portemonnaie füllen kann. Sofort werden wir wieder fotografiert. Wir folgen der B208 weiter bis Wismar. In Wismar überrascht uns doch noch ein kurzer Schauer, wir parken auf dem Marktplatz und versorgen uns mit Teilchen. Nachdem wir die Neugierde aller Passanten befriedigt haben, fahren wir weiter in Richtung Salzhaff und Rerik. Hier treffen wir das erste mal auf die Ostsee. Christian lässt es sich nicht nehmen und geht erst mal im Meer schwimmen. Mittlerweile strahlt die Sonne. Von Rerik geht es dann erst mal steil hinauf auf den Bastorfer Signalberg und mit 70 km/h wieder hinunter. Wir besuchen noch die Seebäder Kühlungsborn und Heiligendamm. In Heiligendamm machen wir einen kurzen halt am Strandkorb vom G8 Gipfel von 2007. Da im Grand Hotel keine 4er Suite mehr für kleines Geld zu haben ist fahren wir weiter. In Warnemünde fahren wir Slalom  über die Uferpromenade und zur Warnowfähre. Der Radweg zur Fähre ist katastrophal ausgeschildert und so gelangen wir erst mal nur bis zum Fussgängerzugang. Dieser ist aber mit vielen Treppenstufen nicht für uns geeignet. Nach einigem rumgekurve und suchen finden wir letztlich genervt den Radweg zur Fähre. Die Aida hat im Hafen angelegt und so ist das sonst schon überlaufene Warnemünde noch voller. Wir wollen nur noch weg. Nach der Fährfahrt wird es wieder ruhiger und  ein schöner Weg führt uns entlang der Ostsee nach Markgreifenheide. Dort biegen wir wieder ab in landesinnere und rollen in Richtung Rövershagen. Über schmale Landstraßen, noch kleinere Kreisstraßen und sehr schmale Betonplattenwege mit reichlichen Löchern und Kanten erreichen wir unser Ziel in Keffenbrink. Hier haben ich 2013 schon einmal auf einer Tour übernachtet und wollte auf jeden Fall wieder hier hin.


Warten aufs Frühstück

... gleich geht es los...
zurück auf der Straße
Bargeld holen
Fototermin

Halt auf dem Marktplatz
dunkle Wolken über Wismar

Selfie in Rerik
Die Seebrücke von Rerik
An der Seebrücke.....

.....180° gedreht und man sieht das Salzhaff

Heiligendamm, hier fand 2007 der G8 Gipfel statt.

weiter nach Warnemünde

Auf der Warnowfähre, im Hintergrund die AIDA

Christian

... weiter nach Markgrafenheide

Betonplattenweg nach Keffenbrink

Unser Etappenziel

... jetzt erst mal ein Bier....

... der Ofen raucht.....

... und als Abendessen gibt es leckere Schmorgurken.

Freitag, 1. September 2017

km 52356 Spätsommertour Tag 2

Unsere Gastgeber ermöglichen uns ein frühes Frühstück. So sind wir schon um kurz vor 7 Uhr wieder auf der Straße. Mit frisch gewaschenen Trikots und Sonnenschein, was will man mehr.Die heutige Etappe ist knapp 200 km lang und führt uns nach Dargow am Schaalsee.
Nachdem wir Nienburg verlassen haben geht es mit 36 km/h nach Rethem. Es bläst ein ordentlicher Wind, aber zum Glück mit der Tendenz zum Rückenwind. Nach 45 km erreichen wir Walsrode, nach weiteren 20 km Rethem an der Aller. Hier finden wir ein Straßencafe mit Aussensitzplätzen in der Sonne. Im Schatten sind es immer noch kühle 14°C. Ein 2. Frühstück stärkt die Velomobilfahrer. Weiter geht es immer mit der Tendenz nach oben in die Lüneburger Heide. Nach 90 km zeigt die Tendenz eher wieder nach unten und es geht über eine frisch geteerte und mit Split abgestreute Straße nach Soderstorf. Hier ereilt uns dann auch der Pannenteufel. Erst trifft es mich, beziehungsweise mein Hinterrad. Leider habe ich den Mantel nicht gründlich genug überprüft und nach wenigen Kilometern ist das Hinterrad erneut platt. Dann wenige Meter weiter trifft es Frank am Vorderrad. Christian nutzt die Zeit und untersucht seine Vorderräder vorsorglich auf Splitsteinchen. Nach kurzem Zwangshalt geht es dann weiter nach Lüneburg. Auf dem Sande in der Altstadt machen wir Pause. Sofort kommen Passanten und bestaunen die seltsamen Fahrzeuge. Immer wieder werden die gleichen Fragen gestellt: "Wie teuer?"; "Ist das elektrisch?" usw..  Nach einer Weile ergreifen wir die Flucht. Bei Lauenburg queren wir die Elbe und fahren parallel zur Grenze von Niedersachsen/Mecklenburg-Vorpommern in Richtung Schaalsee. Ursprünglich wollte ich am Elbe-Lübeck-Kanal entlang fahren, dieser Weg erwies sich aber als ungeeignet für Velomobile. Dank Navi, finden wir aber bessere Wege die uns zum Ziel führen. Dank der kurzen Tagesetappe erreichen wir unser Heuhotel bereits vor 16 Uhr. Wir beziehen unsere Heukammer und bekommen leckeren frisch geräucherten Fisch und Bier vom Fass zum Abendbrot. Da sich eine Kindergruppe ebenfalls für eine Nacht im Heu angemeldet hat, ziehen wir noch mal um und nehmen einen umgebauten Bauwagen als Nachtlager in Beschlag. Den Abend nutzten wir zu einem Spaziergang zum nahe gelegenem Schaalsee. Der Wirt lässt die Feierscheune offen und wir dürfen auf Vertrauensbasis uns selber weitere Biere vom Fass zapfen.



Aufbruch um kurz vor 7 Uhr
bereit für weitere Heldentaten!

was für ein herrlicher Morgen.

Peter
2. Frühstück
1. Pannenpause

weitere Pannenpause
Auf dem Sande in Lüneburg

schnell sind die ersten Neugierigen da

.... und stellen immer wieder die gleichen Fragen.
Der Schaalseehof, unsere Unterkunft für die Nacht

zuerst in der Heukammer
... später ziehen wir in den Bauwagen um...


... und richten uns dort häuslich ein.
Zum Abendessen gibt es frischen Räucherfisch....

..... mit frisch gezapftem Bier vom Fass.
Schlauch flicken in der Scheune

... mal einen anderen Sattel ausprobieren...

Spaziergang zum Schaalsee
Selfie 
Am Schaalseeufer



Donnerstag, 31. August 2017

km 52166 Spätsommertour Tag 1

Endlich ist es so weit. Um 4 Uhr in der Früh hält mich nichts mehr im Bett. Nach einem ausgiebigem Frühstück werden die letzten Sachen ins DF gepackt und um kurz vor % Uhr geht es los. Es hat in der Nacht geregnet, jetzt ist aber nur noch etwas Niesel in der Luft. Die Strecke nach Wesel ist mit Ampeln verseucht. Selbst um diese Uhrzeit sind fast alle Ampeln geschaltet und zwingen mich immer wieder zum halten. Nach einer Guten Stunde erreiche ich die blau angestrahlte Brücke nach Wesel. Immer leicht aufwärts rolle ich durch den Naturpark "Hohe Mark". Nach 105 km überfahre ich den höchsten Teil der heutigen Etappe. Jetzt geht es erst mal wieder eine ganze Weile leicht bergab. Die letzten 20 km nach Burgsteinfurt fahre ich über die ehemalige Bahntrasse "Die RadBahn Münsterland". Da es noch früh am Morgen ist und das Wetter nicht gerade das schönste Ausflugswetter ist, lässt sich dieser Radweg auch mit dem Velomobil gut fahren. Nervige Umfahrsperren hat man hier zum Glück nicht installiert. In Burgsteinfurt treffe ich dann auf zwei meiner Mitfahrer, Peter Beijes und Christian Adler. Als Treff war das Cafe Probst ausgemacht worden. Peter ist schon dort, als ich um kurz vor Neun eintreffe. Christian kommt 20 Minuten später auch. Nach einem Stück Kuchen und einem Kaffee, geht es weiter nach Damme. Dort wartet bereits Frank Duffe auf uns. Die Ausläufer vom Teuteburger Wald streife wir nur noch soeben, dann geht es hinauf in die Dammer Berge. Um 12:30 Uhr erreichen wir Damme. Nach einer Pause von einer Stunde, setzen wir jetzt zu viert die Tour fort. Ziel ist Nienburg an der Weser. Bis dort sind es noch knapp 90 km. Auf der Landstrasse L343 geht es durch Moorlandschaften nach Wagenfeld und Steyerberg nach Liebenau. Hier verlassen wir die Landstraße und fahren über einen etwas holperigen Weg entlang der Weser nach Nienburg. Unsere erste Unterkunft, ist eine Ferienwohnung, da die ursprünglich geplante Heuherberge uns leider eine Absage geben musste. Die Ferienwohnung bei Wilfred & Simone ist aber ein Volltreffer. Total nette Gastgeber und eine wirklich fantastische Wohnung. Unsere Velomobile finden einen geschützten und überdachten Unterstellplatz. Frisch geduscht gehen wir dann noch zu Fuß in die Stadt und essen dort zu Abend. Bei ein paar Bier, lassen wir dann den Tag in der FeWo ausklingen. Unsere Gastgeberin ist noch so nett und wäscht und trocknet unsere verschwitzten Radklamotten über Nacht.


Die Rheinbrücke bei Wesel 
RadBahn Münsterland
Pause bei Frank

Flüssigkeitshaushalt wieder ins Gleichgewicht bringen

...weiter geht's

dunkle Wolken, aber trocken....

.... und warm.
... jetzt vollständig zu viert

... über manchmal nicht so glatte Wege, aber....

... man hatte mich im Velomobilforum vorgewarnt.
Nienburg, das Ziel des ersten Tages ist erreicht.

Neben dem Nähcafe....

befindet sich unsere tolle FeWo

Wir lassen den Tag ausklingen.