Montag, 12. Mai 2014

km 66720 Dänemarktour Tag 5

Bedsted Thy - Skagen - Elling   244 km mit 512 Höhenmeter 
 Heute geht’s zum nördlichsten Punkt Dänemarks. Nach einem guten Frühstück schieben wir unsere Velomobile den holperigen und steinigen Weg zum Bauernhof. Es ist 7 Uhr. Wir verabschieden uns von unseren netten Gastgebern und sausen dann den Hügel hinab zur Hauptstraße. Das Wetter sieht recht durchwachsen aus und wir werden wahrscheinlich den einen oder anderen Schauer abbekommen. Joosten fährt sein eigenes Tempo. Durch das hügelige Gelände geht es im wechselnden Geschwindigkeiten nach Norden. Die Steigungen sind meist recht kurz und können mit Schwung erklommen werden. So macht es richtig Spaß. Nach einer guten Stunde erreichen wir Thisted. An einem Geldautomaten heben wir noch mal ein paar Dänische Kronen ab und Frank kauft in einem Radgeschäft noch einen Reserveschlauch. Ein Regenschauer sorgt für staubfreies weiterkommen. Entlang des Osterild Fjord geht es über eine Waschbrettpiste weiter. Zum Glück sind es nur einige hundert Meter, dann haben wir wieder glatten Asphalt unter den Rädern. Schade das gerade alles etwas grau aussieht, die Landschaft hier ist bei Sonne bestimmt noch schöner. Immer in Sichtweite zum Limfjorden  geht es über die Nationalstrasse 11. Jetzt wird es wieder hügeliger und wir verlassen die 11 und nähern uns wieder der Nordseeküste und fahren durch die Tranum Klitplantage nach Blokhus und Lokken. Über schöne kleine Straßen fahren wir weiter und lassen Hjorring rechter Hand liegen. Die Wolken lockern etwas auf und wir folgen dem einigen blauen Loch am Himmel. Wir fahren in der Sonne über regennasser Fahrbahn und ringsum sehen wir dunkle Wolken. Kurz vor der Uggerby Plantage biegen wir auf rechts ab auf die Landstrasse 597 und folgen ihr bis es nach links ab über die Bundesstraße 40 nach Skagen geht. Als der Tageskilometerzähler auf 200 springt erreichen wir die Stadt. Die meisten Häuser sind in einem ganz speziellem gelb gestrichen, dem Skagengelb. Mein Quest erreicht die Laufleistung von 66.666 km, was ich zum Anlass nehme und eine Runde Eis ausgebe. Danach geht es weiter nach Greenen. Wo im Sommer ganze Karawanen zum nördlichsten Punkt Dänemarks ziehen, sind wir jetzt fast nur unter uns. Ich lasse es mir nicht nehmen und stelle mich mit jeweils einem Bein in die Nord- und die Ostsee. Leider haben wir wenig Wellengang, so dass man die  ineinander laufenden Wellen aus beiden Meeren kaum sehen kann. Nach einer guten Stunde am Strand machen wir uns auf und fahren weiter nach Elling. Elling ist einem Vorort von Frederikshavn. Hier wollen wir den Dänen Soeren treffen, einen Stradafahrer. Er hat mir bei der Planung der Tour Tipps gegeben. Nachdem er erfahren hatte, dass wir in seiner Nähe übernachten wollten, hat er uns eingeladen bei ihm zu schlafen.Als wir ankommen hat Soeren und seine Frau Anette schon ein leckeres Abendessen vorbereitet und den Grill vorgeheizt. Nach einer warmen Dusche lassen wir uns das Abendessen schmecken. Gerade sind wir fertig, kommt auch Joosten an. In gemütlicher Runde plaudern wir bei einem kühlen Bier, bis wir um 23 Uhr die nötige Bettschwere haben. Wir breiten unsere Isomatten im Wohnzimmer aus und schlummern schnell ein. Bei Anette und Soeren möchte ich mich an dieser Stelle noch mal ganz herzlich für eure Gastfreundschaft bedanken. Solltet ihr mal nach Duisburg kommen, seit ihr bei mir jederzeit gern gesehene Gäste.

Der Weg vom Shelter zur Hauptstraße
Thisted


Ersatzschläuche kaufen
Landstaße kurz hinter Thisted


Waschbrettpiste über den Damm vom Osterild Fjord

Endlose Weiten!

Die dunklen Wolken begleiten uns ......

.... aber immer wieder kommt die Sonne durch

Auf der 40 bei Skagen Klitplantage

Skagen ist erreicht
Zielfoto

Skagen
66666 km auf dem Tacho. Grund für eine Runde....
... Eis.



Leuchturm von Greenen

Die nördlichste Mülltonne Dänemarks



Auf dem Weg nach Elling

Soeren (v.l.) unser Gastgeber für die Nacht

Unser Nachtlager




Sonntag, 11. Mai 2014

km 66471 Dänemarktour Tag 4


Ribe - Bedsted Thy   237 km mit 351 Höhenmeter
Wir Frühstücken im Shelter. Um kurz nach 7 Uhr brechen wir auf. Die Fahrt durch Ribe ist regnerich. Wir haben Ribe gerade erst hinter uns gelassen, da hat Kai einen Platten.  Joosten und Frank fahren alleine weiter und schauen ob sie eine Bank finden um Dänische Kronen zu bekommen. In Esbjerg wollen wir uns an der Skulptur „Mensch am Meer“ wieder treffen.
Eine halbe Stunde später kommt die Sonne raus und Kai hat seinen 2. Platten für diesen Tag. Um 10 Uhr sind wir an der Skulptur. Frank und Joosten sind noch nicht da, dafür treffen wir Per. Mit Per hatte mir im Vorfeld bereits Kontakt übers Forum. Mit nützlichen Tipps für die Tour hat er mich bei der Planung unterstützt. Jetzt ist er den Track in umgekehrter Richtung mit dem Auto gefahren, in der Hoffnung uns irgendwo zu treffen. Echt cool.  Wenig später treffen auch Frank und Joosten wieder  ein.  Per fährt mit dem Auto vor und hält des Öfteren am Straßenrand um unsere Fahrt zu Filmen. Je weiter wir nach Norden kommen umso besser wird das Wetter. Die Fahrt nach Hvide Sande, links die Dünen rechts der Ringkobing Ford ist traumhaft schön. Es rollt mit Rückenwind sehr gut, nur ein weiterer Platten an Franks Quest zwingt uns zu einer Pause. Auf der Weiterfahrt lässt Joosten den Kontakt zu uns abreißen. Er hat Probleme mit dem Knie und möchte sein eigenes Tempo fahren.  Als wir den Nissum Fjord erreichen treffen wir zwei deutsche Radler mit viel Gepäck. Einer auf dem UP, der zweite auf einem Langlieger. Sie sind seit einer Woche unterwegs und wollen zum Nordkap.  Nach einem kurzen Gespräch wünschen wir uns gegenseitig eine Gute Fahrt und düsen davon. Um 16:20 erreichen wir die Fähre in Thyboron. Die nächste Überfahrt ist allerdings erst um 17 Uhr. Leider gibt es hier aber nirgendwo eine Bude mit Fischbrötchen, nur ein großer Parkplatz. Gegen 18 Uhr erreichen wir unser Ziel. Ich hatte heute vormittags bereits hier angerufen und wir wurden bereits erwartet.  Gerade erst angekommen wurden wir aufgefordert mit unseren Velomobilen dem Bauer zu folgen, der mit dem Auto zur Unterkunft vorfahren will. Diese soll ein paar Kilometer weiter vom Hof entfernt sein. An der  vermeintlichen Unterkunft angekommen, stellt sich diese als Ferienhaus heraus. Wir weisen auf das Missverständnis hin, das wir kein Ferienhaus sondern nur einen Shelter wollten. So fuhren wir alle wieder zum Hof zurück. Hier zeigte uns der Bauer eine schöne Wiese wo wir unsere Zelte aufschlagen könnten. Ich zeigte dem Bauern seinen Eintrag in dem Buch „Overnating i det fri“ wo vermerkt ist, das sein Platz über einen Shelter verfügt. Er beteuert, dass das ein falscher Eintrag sei. Er bietet uns das Ferienhaus zu einem Sonderpreis an, das ist uns aber immer noch viel zu teuer. Zu guter Letzt hilft er uns mit dem Mobiltelefon und reserviert uns einen anderen Shelter .  Wir fahren wieder an dem Ferienhaus vorbei und den Berg weiter hoch.  Dieser Shelter liegt traumhaft schön mit Aussicht auf die Bucht von Visby Bredning. Er ist 400 vom Hof entfernt. Der Shelter ist klein, reicht aber für 4 Personen. Wasser und Toilette ist vor Ort, Duschen können wir im komfortablen und großen Badezimmer auf dem Bauernhof. Per SMS gebe ich Joosten die neuen Koordinaten unserer Unterkunft durch. Wenig später trifft er auch ein. Gemeinsam essen wir Abendbrot und Kai, Joosten und Frank flicken noch ein paar Schläuche.

Video von Per auf Youtube


Unser Shelter in Ribe

Ribe im Regen

Zwischen Ribe und Esbjerg kommt die Sonne zeitweise raus

Kai sorgt für eine Zwangspause

"Mennesket ved Haved" in Esbjerg

Esbjerg

Peer filmt uns


Auf der [181] nach  Hvide Sande

Auf der [181] kurz vor Hvide Sande

2 auf dem Weg zum Nordkap

Schnell noch ein Foto

Auf der [181] in der Nähe von Vester Husby

In der Nähe von Torsminde

Die Rapsfelder leuchten in der Sonne

Landstraße nahe Strande

Kirche in der Nähe von  Klinkby

Fotopause an der Kirche

Hier sollte eigentlich ein Shelter stehen

Der Ersatzshelter  zwischen Bedsted und Villerslev

Kai hat ein neues Hobby: Schläuche flicken

Unsere Aussicht vom Shelter aus

Samstag, 10. Mai 2014

km 66234 Dänemarktour Tag 3

Hohenlockstedt-Ribe    200 km mit 261 Höhenmeter
Dank unserer intensiven Bitten ist der Frühstückstisch schon um kurz vor sieben gedeckt.
Die Räder sind bereits gepackt, so dass nach dem Kohlehydratbunkern direkt gestartet werden kann.
Der Morgen beginnt trocken und über kleine Straßen geht es zum Nord-Ostsee-Kanal.
Nach wenigen Kilometern fällt Joosten auf, dass er seinen Ersatzreifen nicht eingepackt hat. Er macht kehrt und wir fahren langsam weiter. Joosten hat den Track auf seinem Navi und so wollen wir uns im Laufe des Vormittages wieder auf dem Track treffen.
Um kurz nach 8 Uhr sind wir an der Fähre über den Kanal. In Albersdorf füllen wir bei einem Supermarkt den Proviant auf und kurz bevor wir weiter fahren stößt auch Joosten wieder zu uns. Kaum sind wir wieder auf der Straße, hat Frank einen 2. Platten. Diesmal ist es das Hinterrad.

Durch wunderschöne Alleen geht es zur Eider und nach Friedrichstadt mit seinen Grachten.
Kurz vor Husum erwischt es Kai. Sein rechtes Vorderrad ist luftlos. Husum erreichen wir halb zwölf. Unsere Velomobile stellen wir am Hafen ab und suchen ein Fischrestaurant auf der gegenüberliegenden Straßenseite auf. Immer wieder werden unsere Gefährte neugierig begutachtet. Wir warten auf unser Essen und beobachten das Ganze mit Vergnügen.
Nach einer guten Stunde Pause und einem leckeren Fischgericht geht es weiter. Immer in Nordseenähe rollen wir in weiteren 2 ½ Stunden und einem weiteren Platten (Joosten) zur Grenze Dänemarks. Die Grenze ist sehr unscheinbar und wir hätten Dänemark fast unbemerkt befahren. Es weht ein starker Wind, zum Glück kommt er nur von der Seite. Der Deichweg ist glatt asphaltiert und es rollt gut. Immer wieder fallen Regentropfen. 
Weitere Platten bei Frank und bei Kai sorgen für eine erneute Pausen. Als Kai noch einen Platten bekommt, fahren Frank und Joosten vor, um den ersten Shelter zu suchen. Kai versucht derweil bei strömendem Regen den Schlauch zu flicken. Alle Ersatzschläuche sind schon aufgebraucht.
Um 19 Uhr erreichen wir den Ort wo der Shelter sein soll. Frank und Joosten sind auch da, aber kein Shelter in Sicht. Der Bauernhof scheint verlassen zu sein und eine offene Lagerhalle wollen wir nicht zur Übernachtung wählen, da es hier stark nach Öl und sonstigen Chemikalien stinkt. So steigen wir erneut in unsere Velomobile und fahren weiter 7km zum nächsten Naturcampingplatz mit Shelter. Auch hier treffen wir niemanden an, finden aber den Schalter um das große elektrische Gartentor zu öffnen. Da es schon reichlich spät ist, beziehen wir den Shelter und hoffen, dass der Besitzer bald auftaucht. Nach einer Stunde ist dies auch der Fall und er schließt uns das Nebengebäude vom Bauernhaus auf. Dort befinden sich ein Bad, eine Toilette und sogar eine kleine Küche. Nach einem kleinen Nachtmahl verkriechen wir uns in unsere Schlafsäcke und schlafen alle schnell ein.
"Wat is'n dat?"

Die Brücke über die Eider ist schon in Sicht.
Neugierde auch in Husum

Unweit der Grenze nach DK

Immer schön am Deich lang


Aussichtsturm Kranz

Plattes Land

Der Raps leuchtet vor den dunklen Wolken
Bereits in Dänemark
Kleine Pause zur Stärkung

Welcher Ersatzschlauch passt den noch?
Jetzt ist Joosten an der Reihe

Ersatzschläuche aufgebraucht, jetzt hilft nur noch Flicken!

Unsere Unterkunft für die Nacht

Im orangen Nebengebäude ist das Bad und die Küche

Spätes Abendessen